Donnerstag, 25. August 2016

Ein paar Makros aus den letzten Wochen...


Admiral


Augentrost


Dickkopffliege


Dostspanner


Fichten-Dickmaulrüssler


Kanadische Goldrute


Ein paar verschiedene Grashüpfer...




Bunter Hohlzahn


Rotkleeblüte



Larve eines Marienkäfers


Perlpilz


Raubfliege im Porträt


Gebänderter Stachelkäfer


Sommersteinpilz


Ufer-Wolfstrapp


Wespenspinne


Zitronenfalter


Anis-Trichterlinge


Bienenkäfer


Bitterpilz


Rothalsbock (Weibchen)

Mittwoch, 24. August 2016

Wanderung zum Wratner Berg (Nordböhmen, Daubener Schweiz)

Ein Gastbeitrag von Björn Ehrlich, Zittau-Hörnitz

Berge mit technischen Anlagen auf dem Gipfel und Zufahrtsstraßen meide ich, wenn es geht. Ich hatte aber gelesen, dass auf dem Wratner Berg (Vrátenská hora) ein Aussichtsturm mit famoser Aussicht steht, z.B. die Beschreibung in Dr. F. Hantschels Nordböhmischen Touristenführer (1906), da heißt es

'Der Berg ist ringsum von deutschem Sprachgebiete umgeben, gehört aber – der Sage nach als Geschenk Karls des IV. - unter dem Namen Janova hora dem fast zwei Stunden s. davon gelegenen tschech. Dorfe Wratno, was erklärlich macht, dass ein tschech. Verein aus Mscheno 1892 einen hölzernen Aussichtsturm auf ihm err. hat. Er ist der südlichste Vorposten des Kegelgebirges, mit einer Aussicht, die mit jener vom Bösig viel Ähnlichkeit hat u. womöglich den Kontrast zwischen d. Berglande im N. u. der endlosen Ebene im S. noch greller hervortreten lässt. …'

Im Führer von Nord-Böhmen (Th. Schäfer, 1906) heißt es dazu etwas nüchterner: `Die Aussicht ist höchst lohnend.' ...

Im Jahr 1916 wurde der Turm aber bereits durch Sturm zerstört. Es dauerte bis 1992, als sich die umliegenden Gemeinden Gedanken über die Errichtung eines Aussichtsturmes machten. Die Lösung bestand in der Kooperation mit einem Mobilfunkbetreiber. Am 28.10.1999 wurde der Turm in Betrieb genommen.

Wir beginnen die Tour am Parkplatz der Burg Hauska (Houska). Schon bald gerät der Berg ins Blickfeld. Wir haben einen günstigen Tag erwischt, es herrschen gute Sichtverhältnisse. Das kann man sagen, wenn vom Milleschauer Berg bis zum Riesengebirge alles zu sehen ist, was in diesem Bildausschnitt zu erwarten ist, z.B. Geltsch, Rosenberg, Kaltenberg, Hochwald, Jeschken etc.. Es ist ein genialer Standort, aber irgend etwas stimmt nicht. Mit den Orientierungstafeln haben wir unser Problem. Die Beschriftung kann nicht stimmen und so sind wir ziemlich verlegen bei der Interpretation der Topografie. War es das Ansinnen des Erfinders der Tafeln möglicherweise, ein Puzzle zu entwerfen? Am Ende kommen wir doch noch darauf: es ist ein ziemlich dilettantischer Fehler. Die Orientierungstafel ist seitenverkehrt. So gesehen ist es schon wieder genial!

Auf unserer Tour haben wir noch weitere Etappenziele. Z.B. Nossadl (Nosálov), wo mir schöne historische Bauernhöfe in Erinnerung waren. Der Ort ist aber wie ausgestorben, und die Restauration in einem dieser Höfe hat scheinbar nicht überlebt. Dafür gibt es ein kioskartiges Gartenlokal, wo sich bereits zwei schwejkhafte Zeitgenossen den Vormittag schön machen. Es geht ganz lustig zu, für uns aber zu früh, um hier länger sitzen zu bleiben. 

Einige Kilometer weiter nämlich, in Lobes (Lobeč), gibt es eine kleine Privatbrauerei. Heute ist zwar Ruhetag, aber man kann ja nie wissen. Ein junger Kollege, öffnet die Pforte und bietet uns freundlichst eine Kostprobe an. Er spricht gut Deutsch und erzählt uns ein wenig von der Geschichte der Brauerei. Braurecht gibt es hier bereits seit 1586. Während des Krieges wurde 1943 die Bierherstellung eingestellt. In den Jahren danach wurde das Grundstück durch ein Staatsgut genutzt und verlotterte restlos. Seit 2007 ist das Objekt wieder in Privatbesitz und fand als Industriedenkmal Aufnahme in die Denkmalliste. Das verbesserte die Bedingungen für die Restaurierung und seit 30.05.2015 wird hier wieder Bier gebraut, sehr trinkbar, wie wir meinen.

Der weitere Weg führt uns durch einige Schluchten der südlichen Daubaer Schweiz, hier Gründe genannt. Obwohl sie wildromantisch sind, hatten wir uns das ganz anders vorgestellt. Die Wege in diesem von den Haupttrassen etwas abgelegenen Tälern sind kaum noch begangen, teils schwer erkennbar, es geht durch Brennnesseln, Brombeergestrüpp und Matsch und ist entsprechend anstrengend, so dass wir nur noch wenig für einen Blick auf die Felsenwelt um Romanow (Romanov)/Wemschen (Mšeno) übrig haben. Ein steiler Anstieg wieder hinauf nach Hauska gibt uns den Rest. Eine Besichtigung des Schlosses haben wir deshalb vertagt.


Auf dem Weg zum Wratner Berg




Panoramische Aussichten vom Wratner Berg





Ansichten von Nossadl












My home is my castle


Willkommene Tankstelle für Notfälle


Brauerei Lobes



In Lobes gibt es auch ein Schloss, z. Zt. als Hotel genutzt





Es scheint eine Reisegruppe angekommen zu sein


Hinein in die wilden Gründe um Lobes





Der Wratner Berg


Felspartien um Romanow





Ein ambitionierter Aufstieg nach Hauska wartet jenseits des Tales


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